Ausgangslage
Ich habe mit einem Beratungsunternehmen im Bereich Führung & Transformation gearbeitet (ca. 1–3 Personen, selbstständig geführt, über 8 Jahre Markterfahrung).
Der Inhaber war fachlich stark positioniert,
hatte zahlreiche Ausbildungen, Methoden und Angebote aufgebaut – doch nach außen wirkte alles zu breit, zu erklärungsbedürftig und schwer greifbar.
Neue Website, neue Inhalte und Sichtbarkeit waren geplant,
doch die zentrale Frage blieb offen:
Wofür genau stehe ich – und wofür nicht?
Das eigentliche Problem
Das Unternehmen hatte kein Umsetzungsproblem, sondern ein Denkproblem:
zu viele Zielgruppen,
zu viele Leistungsbeschreibungen,
zu viele mögliche Kommunikationsrichtungen.
Jede Maßnahme fühlte sich „irgendwie richtig“ an –
aber nichts hatte ausreichend Schärfe, um wirklich zu tragen.
Mein Ansatz
Statt über Angebote, Preise oder Kanäle zu sprechen, wurde zuerst das Denken geklärt. Gemeinsam haben wir die bestehenden Annahmen hinterfragt, Themen priorisiert und bewusst begrenzt.
Nicht alles, was fachlich möglich war, sollte weiterhin kommuniziert werden. Der Fokus lag darauf, ein zentrales Wirkungsfeld zu definieren und die eigene Rolle darin klar zu benennen.
Erst durch diese Reduktion wurde Positionierung überhaupt möglich.
Klarheit entstand nicht durch Hinzufügen, sondern durch Weglassen.
Das Ergebnis
Aus einem schwer greifbaren Beratungsprofil entwickelte sich eine klare Position mit eindeutiger Zielgruppe und verständlicher Sprache. Entscheidungen wurden einfacher, Inhalte ruhiger und Gespräche mit Interessenten fokussierter.
Die Außenwirkung passte nun zur inneren Kompetenz. Nicht lauter, sondern präziser. Nicht breiter, sondern klarer.
Dieses Projekt steht exemplarisch für viele Beratungs- und Expertenunternehmen, die fachlich stark sind, aber Wirkung durch Unschärfe verlieren.
Es zeigt, dass Positionierung keine Marketingdisziplin ist, sondern eine Frage klarer Entscheidungen.